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    Nachhaltige Mobilität bei Securitas Deutschland

    Unsere Flotte ist täglich im Einsatz und damit ein wichtiger Bestandteil unserer Verantwortung für Nachhaltigkeit, Sicherheit und Effizienz. In diesem Beitrag zeigen wir, wie wir unsere Dienstfahrzeuge Schritt für Schritt klimafreundlicher machen und welche Rolle moderne Mobilitätslösungen für Securitas Deutschland spielen.

    Nachhaltige Mobilität bei Securitas Deutschland

    Wie wir bei Securitas Deutschland unsere Flotte nachhaltig verändern

    Wenn wir bei Securitas über Mobilität sprechen, geht es längst nicht mehr nur um Dienstwagen, Tankkarten und Kilometerstände. Unsere Flotte ist heute ein zentraler Hebel für Nachhaltigkeit, Sicherheit, Kostenkontrolle – und für unsere Attraktivität als Arbeitgeber. In diesem Blogartikel möchten wir zeigen, wie sich unser Verständnis von Mobilität verändert hat, welche Ziele wir verfolgen und was das ganz konkret für unseren Alltag bei Securitas Deutschland bedeutet.

    Vom Kostenfaktor zum strategischen Nachhaltigkeitsthema

    Über viele Jahre wurde Flottenmanagement in Unternehmen vor allem als Kostenposition betrachtet: Anschaffung, Leasingraten, Wartung, Kraftstoff, Versicherung. Auch bei Securitas war das lange der Fokus. Das ändert sich gerade grundlegend.

    Zum einen, weil wir uns als Unternehmen klar zu Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung bekannt haben. Securitas Deutschland unterstützt die konzernweiten Klimaziele und arbeitet im Rahmen der Science Based Targets Initiative (SBTi) daran, unsere CO₂-Emissionen deutlich zu senken. Die Fahrzeugflotte ist dabei einer der größten Hebel, denn ein erheblicher Teil unserer Emissionen entsteht im täglichen Einsatz bei Kunden.

    Zum anderen, weil sich die Rahmenbedingungen verändern: Die EU plant, größere Unternehmen ab einem bestimmten Jahresumsatz zu verpflichten, einen festgelegten Anteil ihrer Neuwagenzulassungen als reine Elektrofahrzeuge zu tätigen. Für Deutschland steht aktuell im Raum, dass Unternehmen mit mehr als 25 Millionen Euro Jahresumsatz im B2B-Bereich mindestens 58 Prozent ihrer Neuzulassungen elektrisch gestalten müssen. Das ist ambitioniert – aber es passt zu dem Weg, den wir bereits eingeschlagen haben.

    Wir senken die CO₂-Werte unserer Verbrenner seit rund sieben Jahren sukzessive und führen immer mehr rein elektrische Fahrzeuge ein, dort, wo es operativ und wirtschaftlich sinnvoll ist. Damit wird die Flotte von einem reinen Mobilitäts- und Kosteninstrument zu einem wichtigen Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie.

    Kosten im Blick: Warum Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zusammengehören

    Nachhaltigkeit ist für uns kein „nice to have“, sondern eng mit Wirtschaftlichkeit verknüpft. Die aktuellen Kraftstoffpreise – teilweise rund 2,40 Euro pro Liter – zeigen sehr deutlich, wie stark sich Mobilität direkt auf unsere Betriebskosten auswirkt. Jede eingesparte Tankfüllung, jeder effizienter gefahrene Kilometer hilft uns, wettbewerbsfähig zu bleiben und unsere Dienstleistungen zu fairen Preisen anbieten zu können.

    Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass unsere Mobilität auch die Kosten unserer Kunden beeinflusst. Viele unserer Leistungen werden vor Ort erbracht, oft mit regelmäßigen Anfahrten. Wenn wir hier effizienter und emissionsärmer unterwegs sind, wirkt sich das positiv auf die Gesamtbilanz unserer Kunden aus – sowohl finanziell als auch in deren CO₂-Berichterstattung.

    Nachhaltige Mobilität bedeutet für uns deshalb: Wir wollen Emissionen senken, ohne die Einsatzfähigkeit zu gefährden. Wir wollen Kosten reduzieren, ohne bei Sicherheit oder Qualität Abstriche zu machen. Und wir wollen moderne Fahrzeuge einsetzen, die für unsere Mitarbeitenden attraktiv sind und gleichzeitig wirtschaftlich betrieben werden können.

    Mobilität ist mehr als der klassische Dienstwagen

    Ein weiterer wichtiger Wandel betrifft unser Verständnis von Mobilität als Arbeitgeber. Früher war der Dienstwagen oft das zentrale Symbol für berufliche Mobilität. Heute sehen wir, dass die Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden deutlich vielfältiger sind.

    In urbanen Regionen, in denen viele Kolleginnen und Kollegen gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein können, ist ein Dienstwagen nicht immer die beste oder gewünschte Lösung. Deshalb denken wir Mobilität breiter: Neben klassischen Dienstfahrzeugen bieten wir ergänzende Lösungen wie Jobtickets und weitere integrierte Mobilitätsangebote. So können Mitarbeitende, die keinen Dienstwagen benötigen oder möchten, trotzdem von einem attraktiven Mobilitätskonzept profitieren.

    Unser Ziel ist, die verschiedenen Mobilitätsangebote schrittweise anzugleichen und fair zu gestalten. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir prüfen, wie wir unterschiedliche Verkehrsträger – Auto, Bahn, ÖPNV, Fahrrad, E-Mobilität – sinnvoll kombinieren können. Mobilität soll zu den jeweiligen Aufgaben, Einsatzorten und Lebenssituationen passen, statt ein starres, einheitliches Modell zu sein.

    Transparenz als Grundlage: CO₂-Messung und Berichterstattung

    Damit Mobilität wirklich nachhaltig gestaltet werden kann, brauchen wir verlässliche Daten. Deshalb messen wir die CO₂-Emissionen unserer Dienst- und Einsatzfahrzeuge systematisch. Die deutschen Securitas-Geschäftseinheiten berichten quartalsweise über ihre Emissionen. Diese Daten fließen in die internen SBTi-Reports ein und werden konzernweit genutzt und kommuniziert.

    Diese Transparenz hat mehrere Vorteile. Erstens sehen wir, wo wir stehen: Welche Bereiche verursachen besonders viele Emissionen? Wo haben wir bereits Fortschritte erzielt? Zweitens können wir gezielt Maßnahmen ableiten – etwa die Umstellung bestimmter Fahrzeuggruppen auf effizientere Modelle oder Elektrofahrzeuge. Drittens können wir gegenüber unseren Kunden und Partnern nachvollziehbar darstellen, wie wir ihre Nachhaltigkeitsziele unterstützen.

    Denn viele unserer Kunden – vom mittelständischen Unternehmen bis zum internationalen Konzern – haben sich ebenfalls zu CO₂-Reduktionen verpflichtet. Als Dienstleister sind wir Teil ihrer CO₂-Bilanz. Wenn wir unsere Emissionen senken, helfen wir ihnen direkt dabei, ihre eigenen Ziele zu erreichen. In einigen Fällen gehen Kunden bereits einen Schritt weiter und verlangen für bestimmte Einsatzbereiche ausdrücklich elektrische Fahrzeuge von Securitas. Darauf stellen wir uns ein.

    Sicherheit im Fokus: Moderne Fahrzeuge und Telematik

    Mobilität ist für uns nicht nur eine Frage von CO₂ und Kosten, sondern ganz wesentlich auch eine Frage der Sicherheit. Unsere Mitarbeitenden sind täglich auf der Straße unterwegs – oft zu wechselnden Einsatzorten, zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten, bei allen Wetterlagen. Deshalb setzen wir auf Fahrzeuge mit moderner Sicherheitsausstattung und ergänzen diese zunehmend durch digitale Lösungen.

    Ein zentrales Instrument sind Telematik-Anwendungen. Telematik bedeutet vereinfacht gesagt: Das Fahrzeug sendet bestimmte Daten in Echtzeit, zum Beispiel zur Position, Geschwindigkeit oder zu besonderen Ereignissen wie einem Unfall. Diese Daten können genutzt werden, um die Sicherheit zu erhöhen, das Fahrverhalten zu verbessern und im Ernstfall schneller reagieren zu können.

    Ein Beispiel aus dem August letzten Jahres im Raum Frankfurt zeigt, wie wichtig das sein kann. Dort kam es zu einem schweren Unfall mit einem unserer Fahrzeuge. Aufgrund der speziellen Unfallkonstellation wurden die Airbags nicht ausgelöst. Das Telematiksystem erkannte jedoch die Situation und informierte sofort die zuständigen Vorgesetzten. Diese konnten umgehend den Notfallplan aktivieren. Nach unserer Einschätzung wurde dadurch das Leben des Mitarbeiters gerettet.

    Die Grundlage für den Einsatz solcher Systeme ist eine mit dem Konzernbetriebsrat abgeschlossene Betriebsvereinbarung. Diese haben wir gemeinsam entwickelt, um sicherzustellen, dass Sicherheit und Datenschutz in einem fairen Gleichgewicht stehen. Uns ist wichtig, dass Telematik nicht als Kontrollinstrument verstanden wird, sondern als Schutzmechanismus.

    Wie Telematik das Fahrverhalten verändert

    Wir erleben in der Praxis, dass Telematik von Fahrern anfangs oft als ungewohnt oder sogar skeptisch gesehen wird. Das ist verständlich: Wenn das Fahrzeug plötzlich „meldet“, wie und wo man unterwegs ist, fühlt sich das zunächst nach zusätzlicher Beobachtung an.

    Mit zunehmender Nutzung zeigt sich jedoch ein klarer positiver Effekt. In Bereichen, in denen Telematik schon länger eingesetzt wird, haben Mitarbeitende nachweislich weniger Punkte in Flensburg, zahlen weniger Verkehrsbußgelder und verursachen weniger Unfälle. Das ist nicht nur eine statistische Beobachtung, sondern spürbar im Alltag: Weniger riskante Fahrmanöver, mehr vorausschauendes Fahren, mehr Aufmerksamkeit für Geschwindigkeitsbegrenzungen.

    Für uns ist das ein doppelter Gewinn. Zum einen steigt die Sicherheit unserer Mitarbeitenden. Jeder vermiedene Unfall ist ein Erfolg – menschlich und wirtschaftlich. Zum anderen sinken die Kosten für Schäden, Versicherungen und Ausfallzeiten. Telematik wird damit zu einem Baustein, der Sicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet.

    Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge: Technik, Menschen und Energie

    Die Elektrifizierung unserer Flotte ist ein zentraler Bestandteil unserer Dekarbonisierungsstrategie. Aber sie ist mehr als nur der Austausch von Verbrennern gegen E-Fahrzeuge. Sie ist eine technische, organisatorische und menschliche Transformation.

    Technisch geht es um die Auswahl geeigneter Fahrzeuge, die zu unseren Einsatzprofilen passen: Reichweite, Ladezeiten, Zuverlässigkeit, Ausstattung. Ein Fahrzeug, das im urbanen Streifendienst eingesetzt wird, hat andere Anforderungen als eines, das lange Strecken zwischen verschiedenen Kundenstandorten zurücklegt.

    Organisatorisch geht es um Planung und Infrastruktur. Wo können Fahrzeuge geladen werden? Wie lassen sich Schichten und Touren so planen, dass Ladezeiten sinnvoll integriert sind? Wie stellen wir sicher, dass auch bei Störungen – etwa wenn eine Ladesäule ausfällt – die Einsatzfähigkeit erhalten bleibt?

    Menschlich geht es um Gewohnheiten und Vertrauen. Viele Fahrerinnen und Fahrer nutzen privat noch keine Elektrofahrzeuge. Das Fahrgefühl ist anders, die Geräusche sind anders, die Reaktion des Fahrzeugs auf das Gaspedal ist anders. Deshalb schulen wir unsere Mitarbeitenden gezielt im Umgang mit E-Fahrzeugen. Ein Schwerpunkt liegt auf der sensibleren Nutzung des Gaspedals, um Energieverbrauch und Reifenverschleiß zu reduzieren. Ein anderer auf der Anpassung des Fahrstils an die Besonderheiten der Elektromobilität, etwa beim Rekuperieren (also dem Zurückgewinnen von Energie beim Bremsen).

    Ein wichtiger Punkt ist dabei die Energiequelle. Es reicht nicht, nur Elektrofahrzeuge einzusetzen, wenn wir unsere Dekarbonisierungsziele ernst nehmen. Wir achten auch darauf, dass die geladene Energie unsere Ziele unterstützt. Unser Energieanbieter DKV stellt CO₂-neutrale Energie bereit, was durch entsprechende Zertifikate belegt ist. So können wir sicherstellen, dass die Emissionen nicht einfach vom Auspuff zur Stromerzeugung verlagert werden, sondern tatsächlich reduziert werden.

    Ladeinfrastruktur und Krisenfestigkeit: Mobilität auch im Ausnahmefall sichern

    Ein oft unterschätzter Aspekt der Elektromobilität ist die Frage: Was passiert, wenn etwas nicht funktioniert? Wenn eine Ladesäule ausfällt, wenn es regionale Stromprobleme gibt, wenn die Infrastruktur nicht so zuverlässig ist wie geplant?

    Gemeinsam mit unserer Nachhaltigkeitsbeauftragten arbeiten wir an Lösungen, die privates Laden, öffentliche Ladesäulen und betriebliche Infrastruktur sinnvoll kombinieren. Ziel ist, die Mobilität unserer Mitarbeitenden jederzeit sicherzustellen und gleichzeitig auf mögliche Störungen vorbereitet zu sein.

    Dabei profitieren wir vom Erfahrungsaustausch mit anderen Ländern. Ein Beispiel ist Spanien, wo es vor zwei Jahren einen „Elektro-Blackout“ gab. Solche Ereignisse zeigen, dass wir auch für seltene, aber kritische Situationen planen müssen. Diese Szenarien fließen in unser Krisenmanagement ein. Wir überlegen, wie wir im Ernstfall alternative Mobilitätslösungen bereitstellen können, wie wir Prioritäten setzen und wie wir unsere Flotte so gestalten, dass sie auch unter erschwerten Bedingungen handlungsfähig bleibt.

    Zusammenarbeit mit Kunden: Gemeinsame Verantwortung für Emissionen

    Unsere Mobilitätsstrategie endet nicht an der Werkstatttür oder am Firmenparkplatz. Sie ist eng mit den Anforderungen und Zielen unserer Kunden verknüpft. Viele Unternehmen, für die wir arbeiten, haben eigene ESG-Strategien (Environmental, Social, Governance – also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) und berichten detailliert über ihre CO₂-Emissionen.

    Als Dienstleister sind wir Teil dieser Berichte. Wenn wir mit einem Fahrzeug zum Kunden fahren, fließen die Emissionen in seine Bilanz ein. Das bedeutet: Unsere Entscheidungen zur Flotte haben direkte Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitskennzahlen unserer Kunden.

    Deshalb berücksichtigen wir ihre Anforderungen bereits heute. Wenn ein Kunde für bestimmte Einsatzbereiche ausschließlich elektrische Fahrzeuge verlangt, prüfen wir, wie wir das umsetzen können. Wenn Kunden ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele verschärfen, passen wir unsere Mobilitätskonzepte an. So entsteht eine Partnerschaft, in der wir gemeinsam Verantwortung für Emissionen übernehmen.

    Nachhaltige Mobilität als Teil unserer Identität

    Die Entwicklung unserer Flotte zeigt sehr deutlich, wie sich Securitas Deutschland verändert. Mobilität ist für uns heute:

    • ein zentraler Hebel zur Reduktion von CO₂-Emissionen,

    • ein wichtiger Faktor für Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeitenden,
    • ein bedeutender Kostenblock, den wir aktiv und verantwortungsvoll steuern,
    • ein Baustein unserer Attraktivität als Arbeitgeber,
    • und ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie unserer Kunden.

    Wir sind noch nicht am Ziel. Die Umstellung auf eine nachhaltigere, sicherere und effizientere Flotte ist ein laufender Prozess. Es gibt technische Herausforderungen, organisatorische Fragen und menschliche Gewohnheiten, die sich nicht über Nacht ändern. Aber wir haben früh begonnen, diesen Weg zu gehen, und wir lernen jeden Tag dazu – aus Daten, aus Erfahrungen, aus Rückmeldungen unserer Kolleginnen und Kollegen und unserer Kunden. Nur wenn wir Mobilität gemeinsam denken, wird sie wirklich nachhaltig, sicher und alltagstauglich.

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