Securitas Deutschland: Weniger Einbrüche 2016 registriert

Donnerstag, 23. März 2017

Rückgang von Rekordniveau / Buhl: „Jeder Einbruch ist einer zuviel“

Täglich laufen in der Notruf- und Service-Leitzentrale von Securitas Deutschland mehrere hundert Alarme ein, die Tendenzen der Kriminalitätslage in Deutschland aufzeigen. Laut den jüngsten Daten des Marktführers sind die Einbruchszahlen im Jahr 2016 deutschlandweit um rund 20 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der versuchten Einbrüche steigt hingegen tendenziell. Dies zeigt, dass Einbruchschutz effektiv wirken kann. Mit 31 Prozent werden nach wie vor Unternehmen des Lebensmittel- und Einzelhandels am häufigsten Opfer von Einbrüchen.

Für die Einbruchsstatistik wertete Securitas alle eingegangenen Alarme und Meldungen von den Objekten seiner Kunden in Deutschland aus. Die registrierten Einbrüche in 2016 gingen bundes-weit um rund 20 Prozent zurück, bleiben aber dennoch auf hohem Niveau. So war 2015 bislang das Rekordjahr der Einbrüche. Demgegenüber steht die steigende Tendenz der Einbruchsversuche, die sich im Verlauf des Jahres 2016 beobachten lässt. Klar erkennbar ist: Jeder dritte Einbruchsversuch misslingt oder wird abgebrochen.

Das tendenziell zunehmende Scheitern von Einbrechern zeigt, dass der präventive Einbruchschutz greift, wie zum Beispiel Alarmanlagen oder Kontrollrundgänge. Daneben dürfte natürlich auch die Kriminalitätsbekämpfung durch den Staat, ein verstärkter Fahndungsdruck der Polizei sowie die höhere Sensibilisierung der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik zu den sinkenden Einbruchszahlen beigetragen haben.

Entsprechend der Kundenstruktur von Securitas Deutschland kommt der Großteil der eingehenden Alarme (über 90 Prozent) von gewerblichen Objekten - Spitzenreiter in der Branchenauswertung sind dabei Einbruchsalarme bei Lebensmittel- und Einzelhandel (31 Prozent), Banken / Sparkassen (9 Prozent), Baumärkte (8 Prozent), Handy-Einzelhandel/ Mobilfunkläden (7,5 Prozent), Drogerien (7 Prozent) und Schulen/ Kita /Jugendhäuser (5,7 Prozent). Auffallend sind die weiterhin kräftig steigendenden Einbruchsfälle an Baustellen (+ 150 Prozent) sowie die stark wachsende Tendenz in Schulen oder Kitas (+ 29 Prozent).

Am häufigsten wurde bei nach den Securitas Daten in den Monaten Dezember, Januar und Mai eingebrochen. Bei Privathäusern gelangen die Diebe oft über die Keller- oder Gartentür sowie durch den Wintergarten ins Haus. Für die Immobilien der Gewerbetreibenden sind überwiegend Fronttüren (36 Prozent) und Fenster (35 Prozent) sowie Nebeneingänge für Zulieferer oder Dachluken die größten Schwachstellen. Besonders einbruchsgefährdet erscheinen Glastüren und Notausgänge.

Auf der Liste der „sonstigen Straftaten", die vom Securitas Operation Center oder von den mobilen Alarmfahrern registriert wurden, liegen Sachbeschädigung und Vandalismus (47 Prozent) vorn: Im Halbjahresvergleich 2016 hat diese Zahl um 43 Prozent zugenommen. In fast jedem zweiten Fall von Sachbeschädigung (44 Prozent) war eine Bank betroffen. In dieser kräftigen Zunahme spiegelt sich das Phänomen des gewaltsamen Aufbrechens oder Aufsprengens von Geldautomaten wider. Die Sachbeschädigungen in Schulen, Kitas oder öffentlichen Einrichtungen kommen zusammen auf fast 20 Prozent der uns vorliegenden Fälle von Sachbeschädigungen.

„Die Einbruchsdelikte bleiben auf hohem Niveau und Einbruchschutz ist nach wie vor ein hochaktuelles und komplexes Thema, das nicht nur durch Sicherheitstechnik zu lösen ist. Die hohe Einbruchskriminalität ist vielmehr ein gesamtgesellschaftliches Problem, dem wir nur gemeinsam Herr werden können: mit der Polizei, mit seriösen Sicherheitsdienstleistern, mit mechanischer und elektronischer Technik, eigener Umsicht sowie einer aufmerksamen Nachbarschaft", fasst Manfred Buhl, CEO Securitas Deutschland, die Zahlen zusammen.

Die sinkende Tendenz der jüngsten Einbruchszahlen lasse aber noch keine Entwarnung zu, fügte Buhl hinzu und erinnerte an das Rekordniveau des Vorjahres. Nach wie vor gelte: „Jeder Einbruch ist einer zuviel."

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