„Bewährte Arbeitsteilung an deutschen Flughäfen“

Mittwoch, 6. April 2016

Securitas widerspricht Forderungen der Polizei-Gewerkschaften, die nach den Anschlägen in Brüssel erneut die Verstaatlichung von Passagier- und Gepäckkontrollen fordern.

Die Anschläge von Brüssel sind Attacken gegen unsere Freiheit und unsere Art zu leben. Zum Schutz vor Angriffen sollten die Säulen der Inneren Sicherheit in Deutschland enger zusammenrücken und nicht gegeneinander Position beziehen.

Für die Luftsicherheit ist es keinesfalls relevant, ob Angestellte des Bundes oder private Sicherheitsunternehmen kontrollieren. Im Vordergrund steht vielmehr die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Sicherheitsdienstleisters. „Private Sicherheitsunternehmen sind mit ihren qualifizierten Mitarbeitern seit Jahren fester Bestandteil der Sicherheitsarchitektur und ermöglichen der Polizei die Konzentration auf deren Kernaufgaben", sagt Dirk Fischlein, Geschäftsführer von Securitas Aviation. Er widerspricht damit Forderungen zweier Polizei-Gewerkschaften. „Die nun wieder aufkommenden Forderungen verfolgen durchschaubare Ziele, die aber keinen Mehrwert für die Sicherheit bieten", fügte Fischlein hinzu.

Der Luftverkehr ist Teil der kritischen Infrastruktur, die es besonders zu schützen gilt. Hierbei wird auch nach Meinung des Expertenausschusses der EU-Kommission ein hoher Sicherheitsstandard erreicht. Eine Evaluierung der Maßnahmen sollte sich an der jeweiligen Bedrohungslage orientieren. Hierzu gilt es, die bestehende Sicherheitsarchitektur durch intelligente, neue Maßnahmen zu ergänzen. Dazu gehören neben einer kritischen Evaluierung eine an aktuelle Bedrohungsszenarien zu optimierende Aus- und Fortbildung, bei der auch die Qualitätssicherung sowie das Serviceverhalten den Anforderungen anzupassen sind.

Grundsätzlich scheint es auch in Deutschland möglich, ja vielleicht sogar sinnvoll, die Kontrollen an Flughäfen zu erweitern und zu optimieren. Dabei sollten Videoüberwachung mit intelligenter Analysesoftware und sofortige Interventionsmöglichkeiten ebenso wie Trusted-Traveller-Konzepte, professionelle Verhaltensbeobachtung und nicht vorhersehbare Kontrollen – im Anfahrtsbereich bis hin zum Außen- und Innenbereich der Terminals – in Erwägung gezogen werden, um das Sicherheitsniveau an deutschen Flughäfen angemessen und fortlaufend an aktuelle Bedrohungsszenarien anzupassen.

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